Steuervereinfachungsgesetz 2011

In dem Gesetztesentwurf zum Steuervereinfachungsgesetz 2011 heißt es der Gesetzgeber möchte “das Besteuerungsverfahren vereinfachen und modernisieren”. Mit der am 23.09.2011 verabschiedeten Gesetztesänderung wird ein Schritt in die richtige Richtigung unternommen.

Hier ein Überblick über die Neuerungen, die sich für unsere Mitglieder ergeben:

  1. Der Arbeitnehmer-Pauchbetrag wird rückwirgend bereits für das Jahr 2011 von 920,-€ auf 1000,-€ angehoben.  Die Entlastung eines Spitzenverdieners liegt bei ca. 40,-€ im Jahr. Ziel ist es, die Nachweispflicht im größeren Umfang entfallen zu lassen.
  2. Einheitlicher Abzug der Kinderbeitreuungskosten nunmehr als Sonderausgaben. Es entfallen die persönlichen Anspruchvoraussetzungen der Eltern. (Erwerbstätigkeit, Krankheit oder Behinderung).
  3. Wegfall der Einkünfte- und Bezügegrenze für volljährige Kinder beim Familienleistungsausgleich. Bei der Festsetzung des Kindergelds oder der steuerlichen Berücksichtigung der Kinder (volljähriges Kind befindet sich in Schul- oder Berufsausbildung) wird zukünftig auf eine Einkommensprüfung verzichtet. Wurden bisher beim “Ausbildungsfreibetrag” eigene Einkünfte und Bezüge (BAföG, Stpendien, Aushilfsjobs) berücksichtigt, entfällt ab 2012 eine Anrechnung dieser.
  4. Vereinheitlichung der Grenzen bei verbilligter Wohnraumüberlassung an Angehörige. Zukünftig gilt bei verbilligter Vermietung die Vollentgeltlichkeit bereits bei 66% der ortsüblichen Miete.  Liegt die Miete unterhalb von 66% wird eine Aufteilung in einen entgeltlichen und unentgeltlichen Teil vorgenommen, die Totalüberschussprognose entfällt.

Weitere Neuerungen können Sie der Seite des Bundesministeriums für Finanzen entnehmen: http://www.bundesfinanzministerium.de.